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Aug 11

Das Bewerbungsschreiben

Wer auf der Suche nach einem neuen Job ist, weiß, dass ein gutes Bewerbungsschreiben nicht einfach so aus dem Ärmel geschüttelt werden kann. Es gibt dermaßen viele Aspekte, dass Sie schnell den Überblick verlieren können. Deshalb stellen wir Ihnen hier die wichtigsten Faktoren zusammen.

Das Anschreiben
Das Anschreiben dient dazu, Ihre Motivation und Ihre Qualifikation darzulegen. Besonders hier liest der Personaler oft zwischen den Zeilen. Deshalb gibt es beim Anschreiben einige Faktoren, die Sie unbedingt beachten sollten:

Die Optik
Das äußerliche Erscheinungsbild Ihrer Bewerbung ist bereits ein wichtiger Indikator für den Personaler. Aufbau der Bewerbung (Position von Absender, Datum, Adressat, Anschreiben), Auswahl der Schriftgröße und Randbreite weisen auf einen akkuraten, geordneten Charakter hin, noch bevor der Personaler auch nur eine Zeile des Bewerbungsschreibens gelesen hat. Punkten Sie schon mit dem ersten Eindruck! In weniger kreativen Berufen sollten Sie auf unübliche Schriften verzichten. Arial oder Times New Roman in Schriftgröße 12 sind am geläufigsten. Achten Sie darauf, dass das Layout von Anschreiben und Lebenslauf konsistent sind.
Wir empfehlen außerdem, eine hochwertige Bewerbungsmappe zu verwenden. Diese gibt einer optisch ansprechenden Bewerbung nicht nur den finalen Schliff, sondern gewährleistet ebenfalls eine „Verpackung“, in der Ihre Papiere nicht durcheinander kommen oder verknicken. Aber Achtung: Die Bewerbungsmappe sollte in einem tadellosen Zustand sein! Wenn die Mappe bei einem potentiellen Arbeitgeber gelitten hat, sollten Sie besser in eine neue Bewerbungsmappe investieren, anstatt die alte, abgegriffene nochmals zu benutzen.

Der Inhalt
Keine standardisierten Bewerbungen! Jeder Arbeitgeber ist anders und für jeden Job sind andere Kernkompetenzen wichtig. Viele Bewerber machen den Fehler, eine perfekte Bewerbung zu schreiben und diese an alle potentiellen Arbeitgeber zu versenden. Selbstverständlich lässt es sich leicht herauslesen, ob der Adressat austauschbar ist, oder ob die Bewerbung individuell verfasst wurde. Massenbewerbungen werden erfahrungsgemäß direkt aussortiert. Also formulieren Sie für jeden Arbeitgeber eine einmalige Bewerbung!
Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Faktoren, durch die Sie das Unternehmen voran bringen würden. Wenn Sie dem Leser in Ihrem Anschreiben vermitteln, welchen Mehrwert Sie dem Unternehmen bieten können, dann haben Sie alles richtig gemacht und Ihre Chancen auf die Position sind denkbar gut.
Vermeiden Sie, Ihren Lebenslauf vorwegzunehmen. Bisherige Positionen sind nur interessant, wenn Sie mit Ihrer zukünftigen Tätigkeit im angepeilten Betrieb in Zusammenhang gebracht werden können. Gleiches gilt auch für erreichte Qualifikationen. Von Allgemeinplätzen wie beispielsweise „zuverlässig“ oder „teamfähig“ sollten Sie absehen, es sei denn, Sie können diese untermauern.

Der Lebenslauf
Hier reihen Sie die „harten“ Fakten aneinander. Der potentielle Arbeitgeber bekommt im Lebenslauf einen schnellen Überblick über Ihre bisherigen Stationen. Der übliche Lebenslauf ist chronologisch, jedoch setzt sich auch immer mehr die amerikanische Abfolge durch, in der die letzte Stelle zuerst genannt wird. Gerade, wenn in der jüngeren Vergangenheit kleinere Lücken Ihren Lebenslauf zieren, sollten Sie aber die übliche Variante wählen – denn so fällt die Lücke am Ende der Liste weniger auf. Übrigens lassen sich Lücken von einigen Monaten optisch gut kaschieren, indem Sie die Zeiträume mit Jahr und Monat angeben.
Auch beim Lebenslauf ist es wichtig, ihn auf das individuelle Jobangebot anzupassen. So sollten Sie bei jeder Stelle aufs Neue überlegen, welche Informationen das Bewerbungsschreiben möglicherweise unnötig aufblasen. So können Hard- oder Softskills, die nichts mit der anvisierten Stelle zu tun haben, durchaus auch weggelassen werden. Sie müssen nicht auf Teufel komm raus alle Qualifikationen erwähnen, auch wenn es manchmal schwer fallen mag.

Denn eines sollten Sie nie vergessen: Ihre Bewerbung ist wahrscheinlich eine von vielen und Sie haben nur wenig Zeit, um den Personaler zu überzeugen. Beschränken Sie sich deshalb auf das Wesentliche.